Licht III – Lichtqualitäten

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Veronika Burger (AT), Victoria Coeln (AT), Inge Dick (AT), Sarah Hablützel (CH/DE), Ulrike Königshofer (AT), Michael Michlmayr (AT), Günther Selichar (AT)

Fotografie und Licht gehören so eng zusammen wie Telefon und Ton. Das Licht ist nicht nur eine Voraussetzung für jedes fotografische Bild und entsprechend im Namen des Mediums manifest, sondern auch verantwortlich für entscheidende Entwicklungen rund um die Fotografie. Licht war und ist aber nie nur Voraussetzung für das Fotografieren, sondern immer auch eine Herausforderung. Und gerade im künstlerischen Bereich, wo oft auf die Bedingungen des verwendeten Mediums Bezug genommen wird, ist das Licht eine jener vielseitigen Komponenten der Fotografie, die zur Reflexion anregt. Im diesjährigen Schwerpunkt der Fotogalerie Wien steht das Licht einmal mehr als Akteur im Mittelpunkt: In den drei Ausstellungen Lichtexperimente, Lichträume und Lichtqualitäten spielt es sowohl eine ideelle als auch formgebende Rolle: das Licht als Phänomen, als Kontrast zur Dunkelheit, als Thema und Motiv, sein Einfluss und seine unmittelbaren Auswirkungen auf das Dargestellte und die verwendeten Materialien. Wie kann das Licht festgehalten und sichtbar gemacht werden, wie im Raum installiert, von welchen Lichtqualitäten, -quellen oder -temperaturen sprechen wir, und wie subjektiv ist unsere Wahrnehmung im Vergleich zu dem, was die Apparate aufzeichnen? 

Henry Fox Talbot hat der Fotografie eine wichtige Botschaft mitgegeben: Sie sei ein Selbstabdruck der Natur und „durch nichts anderes zustande gekommen, als durch die Einwirkung des Lichts“. Im dritten Teil der Ausstellungsreihe Licht wird dies zum Teil ganz wörtlich genommen und das Licht mit seinen unglaublichen atmosphärischen Qualitäten selbst zum Hauptdarsteller. Mond- oder Sonnenlicht, die Auswirkungen von Sonnenstand und Jahreszeiten, künstliche Lichtquellen oder das Licht als Requisite. In wissenschaftlich-experimenteller oder sachlich-dokumentarischer Manier, oft mittels analoger fotografischer Aufzeichnungssysteme werden dabei Licht, Lichtquelle, Position, Bewegung, wechselnde Farbtemperaturen etc. registriert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sämtliche Beiträge den physikalisch-chemischen Prozess der analogen Fotografie verwenden, also lichtempfindliche Filme oder Papiere belichten (lassen), um dem Licht (manchmal in langen Belichtungszeiten) einen Körper zu geben. Die dazwischen geschaltete Kamera funktioniert als Prothese für unser Auge, das all’ diese Lichtqualitäten versäumen würde, weil es durch chromatische Adaption (Weißabgleich) oder instinktives Wegschauen, wenn es zu hell wird, schützt.

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