Theater an der Wien außen

Fidelio - oder Die eheliche Liebe

Libretto von Joseph Sonnleitner und Stephan von Breuning
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Montag, 16. März 2020

Musikalische Leitung Manfred Honeck 
Inszenierung Christoph Waltz 
Bühne Frank Barkow
Kostüm Judith Holste 
Licht Henry Braham

Orchester Wiener Symphoniker 
Chor Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Ludwig van Beethoven war Zeit seines Lebens nur an einem Theater beschäftigt: am Theater an der Wien. Zu Beginn des Jahres 1803 begann sein Dienstverhältnis, das auch von ihm verlangte, Opern zu schreiben. Seinen ersten Opern-Versuch – auf ein Libretto des Theater an der Wien-Erbauers Emanuel Schikaneder – brach er nach nur einer Szene ab. Stattdessen berichtet er brieflich am 4. Jänner 1804: „Ich habe mir nun geschwind ein altes französisches Buch bearbeiten lassen, und fange jetzt daran an zu arbeiten.“ Besagtes Buch war Léonore, ou L’amour conjugal von Jean-Nicolas Bouilly in einer Übersetzung von Joseph Sonnleithner. Ein Stoff, der aus den Wirren der Französischen Revolution entstanden war. Die Zensurbehörde verhinderte zunächst die für Herbst 1805 geplante Premiere, Sonnleithner intervenierte und schließlich konnte Fidelio – auf dem Theaterzettel stand tatsächlich Fidelio oder Die eheliche Liebe – am 20. November 1805 uraufgeführt werden. Wenig Erfolg war der Oper beschieden, das Theater blieb weitgehend leer, denn Wien war von französischen Truppen besetzt, die sich wohl kaum für den Stoff einer Befreiungsoper (auf Deutsch) interessierten. Ende des Jahres entschloss sich Beethoven, die Oper einer Revision zu unterziehen. Sein Freund Stephan von Breuning überarbeitete das Libretto und zog die drei Akte auf zwei zusammen, Beethoven übernahm die musikalische Umarbeitung. Die zweite Fassung – abermals unter dem Titel Fidelio oder Die eheliche Liebe – feierte am 29. März 1806 Premiere. Die Produktion wurde wesentlich freundlicher aufgenommen, jedoch nach nur zwei  Vorstellungen abgesetzt. Grund dafür war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Zerwürfnis Beethovens mit dem Theaterdirektor Peter von Braun. Die weitere  Geschichte von Beethovens einziger Oper ist schnell erzählt: Sie ruhte. Erst 1814 sollte sie im Kärntnerthortheater wieder aufgeführt werden. Beethoven arbeitete dafür die bestehende Fassung mithilfe des Dramatikers Georg Friedrich Treitschke  nochmals um, und endlich waren die Umstände günstig: Fidelio wurde gebührender Erfolg zuteil. Im Beethovenjahr 2020 präsentiert das Theater an der Wien Beethovens zweite Fassung von 1806.  

 

Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien
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