Küche der Erinnerung – Essen & Exil

Ausstellungs- und Buchprojekt

Im Ausstellungs- und Buch-Projekt Küche der Erinnerung – Essen & Exil geht es nicht um Gastrosophie und Kulinarik. Vielmehr steht die private, gesellschaftliche und symbolische Essenz des Essens im historischen Kontext von 1938–1945 im Zentrum. Die "Küche der Erinnerung" ist eine politische, bereitet von Menschen, die gewaltsam aus der Mitte ihres Lebens gerissen, existenziell bedroht und in die Emigration getrieben wurden.
In vielen literarischen Texten des Exils werden Kochen und Essen als identitätsstiftende und stabilisierende Momente gestaltet. Sie symbolisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe – politisch, religiös, sozial, geografisch, familiär. Speisen und ihre Zubereitung können Emotionen und (kollektive) Erinnerungen an eine Vergangenheit vor der Vertreibung wachrufen. Nahrungsaufnahme gleicht einem "Einverleiben“ der verlorenen Heimat, Speisen werden zu "Gedächtnisspeichern". Und im Gegenzug: Das Annehmen von kulinarischen Traditionen des Zufluchtslandes kann ein Beitrag zur Akkulturation sein.

Die Ausstellung versammelt rund 150 Objekte – Handschriften, Lebensdokumente, Fotos, Originalausgaben, Exilzeitschriften, Rezeptsammlungen u.v.m. – aus der einzigartigen Sammlung der Österreichischen Exilbibliothek. Schwerpunktthemen sind: Konsumkulturen vor 1938; Essen und Mangel auf der Flucht, in Lagern und im Widerstand; Lokale und Vereinsheime im Exil; Flüchtlinge als Kochbuchautor/inn/en und Köchinnen; Kochbücher und Rezeptsammlungen des Exils; Essen als Motiv in Literatur, Kunst und Film des Exils.

Veranstaltungsort

Literaturhaus Wien

Seidengasse 13
1070 Wien

Aktuelle Termine

  • Do. 13. Dez 2018, 09:00 - 17:00
  • Mo. 17. Dez 2018, 09:00 - 17:00
  • Di. 18. Dez 2018, 09:00 - 17:00
  • Mi. 19. Dez 2018, 09:00 - 17:00
  • Do. 20. Dez 2018, 09:00 - 17:00
  • Mo. 07. Jan 2019, 09:00 - 17:00
  • Di. 08. Jan 2019, 09:00 - 17:00
  • Mi. 09. Jan 2019, 09:00 - 17:00
  • Do. 10. Jan 2019, 09:00 - 17:00