Wiener Kammeroper innen

L´enfant / Olympia

L’ ENFANT ET LES SORTILÈGES
Musik von Maurice Ravel
Libretto von Sidonie-Gabrielle Colette
Orchesterfassung von Xaver Paul Thoma
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
OLYMPIA
Zweiter Akt aus Les contes d’Hoffmann
Musik von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Barbier
Orchesterfassung von Florian C. Reithner
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper
Premiere: 26. Februar 2019

Maurice Ravel hatte sich in seinem Haus in Montfort-Laumaury in der Nähe von Paris seine eigene Zauberwelt erschaffen, ein mystisches Reich, ein künstliches Paradies, das von Hélène Jourdan-Morhange als kunstvoll eingerichteter Mikrokosmos beschrieben wurde, in dem sich der nur 1,58 Meter große Komponist wie Gulliver gefühlt haben muss. Da gab es selbst entworfene Tapeten, zierliche Möbel, Nippes aus aller Herren Länder, mechanische Nachtigallen, verschiedene Chinoiserien, aber auch schwere Lampen aus Metall, Muscheln, Seesterne, Spielzeugschachteln und unzählige Bonsai Bäume versammelt; ein Ort der wiedergefundenen Kindheit, in dessen Schutz der scheue und hypersensible Komponist flüchtete, um dort in die Träume eines Kindes zu versinken. Hier ist wohl auch der Schlüssel zu vielen seiner Werke zu finden wie etwa der bekannten Suite Ma mère l’Oye, vor allem aber für seine zauberhafte Fantaisie lyrique L’enfant et les sortilèges, die Hans Heinz Stuckenschmidt zu Recht als Ravels „Opus summum“ bezeichnet hat, das nach vielen Mühen am 31. März 1925 unter der Leitung des jungen Victor de Sabata in Monte Carlo uraufgeführt wurde.

In eine eigene fantastische Welt für sich tauchte in seinem literarischen Werk auch der preußische Regierungsrat Ernst Theodor Amadeus Hoffmann ein, dem Jacques Offenbach mit seiner letzten Oper Les contes d’Hoffmann ein musikalisches Denkmal gesetzt hat, basiert doch dessen Libretto auf seinen Erzählungen. Offenbachs letztes Werk gelangte posthum 1881 an der Opéra Comique in Paris zur Aufführung.  Entgegen der Behauptung vieler neuen Editionen und quellenkritischer Ausgaben gibt es von dieser Oper keine verbindliche, vom Komponisten autorisierte Fassung, denn Les contes d’Hoffmann ist ein Torso geblieben, niemand vermag zu sagen, in welcher Gestalt, sich Offenbach, dessen 200. Geburtstag wir 2019 gedenken, sein Werk erträumt haben önnte. Es erscheint daher legitim, den Olympia-Akt einmal als eigenständiges Stück losgelöst aus dem Gesamtkonnex zu präsentieren und eine neue Geschichte daraus zu entwickeln.

 

Veranstaltungsort

Kammeroper

Fleischmarkt 24
1010 Wien

Aktuelle Termine

  • Di. 26. Feb 2019, 19:00
  • Fr. 01. Mär 2019, 19:00
  • So. 03. Mär 2019, 19:00
  • Di. 05. Mär 2019, 19:00
  • Fr. 08. Mär 2019, 19:00
  • Mo. 11. Mär 2019, 19:00
  • Mi. 13. Mär 2019, 19:00
  • Fr. 15. Mär 2019, 19:00