Burgtheater

Glaube Liebe Hoffnung

1932. Im Zuge der Weltwirtschafskrise erstarken populistische Bewegungen und schließlich der Nationalsozialismus in Mitteleuropa. Viele Menschen sind noch immer arbeitslos. Auch Elisabeth, eine junge Frau. Sie hat kein Geld, keine Arbeit, keinen Mann. Aber sie hat gehört, dass man im Anatomischen Institut die eigene Leiche verkaufen könne, für die Wissenschaft, wenn man gestorben ist. Das Geld dafür bekomme man aber im Voraus – ein Irrtum, wie sich herausstellt. Man weist Elisabeth auf die gesetzlichen Bestimmungen hin, nach denen der Staat keine „lebendigen“ Toten kaufe. Vor dem Institut lernt sie einen Präparator kennen, der ihr Geld für einen Gewerbeschein leiht, mit dem die junge Frau aber erst mal eine noch fällige Strafe bezahlt. Der Präparator zeigt sie an, wegen Betrug, Elisabeth kommt für zwei Wochen ins Gefängnis. Nach ihrer Entlassung lernt sie den Polizisten Alfons Klostermeyer kennen. Er verspricht ihr die Ehe. Bei einer Razzia der Polizei, die Elisabeth in Verdacht hat, als Prostituierte zu arbeiten, erfährt Alfons von ihrer Vorstrafe. Um seine Karriere nicht zu gefährden, verlässt er seine Braut. In ihrer Not geht Elisabeth ins Wasser.

Michael Thalheimer inszeniert weltweit Schauspiel und Oper, in Wien zuletzt Die Perser von Aischylos und Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Nun wird er Horváths Totentanz in brüchigen und gefährlichen Zeiten auf die Burg-Bühne bringen.

Ödön von Horváth, 1901 in Österreich-Ungarn geboren, hatte die ungarische Staatsbürgerschaf. Seine Muttersprache war Deutsch. Er lebte in Belgrad, Budapest, Bratislava, München und Wien. 1938 wurde er auf den Champs-Élysées während eines Gewitters von einem herabstürzenden Ast erschlagen.

Regie Michael Thalheimer
Bühne Olaf Altmann
Kostüme Katrin Lea Tag
Dramaturgie Klaus Missbach

Premiere 29. 9. 2018

Veranstaltungsort

Burgtheater

Universitätsring 2
1010 Wien

Tickets & Info

Aktuelle Termine

  • Sa. 29. Sep 2018, 19:30
  • So. 30. Sep 2018, 19:00
  • So. 07. Okt 2018, 19:00