Claudia Larcher

Auf den ersten Blick ist zwar in Claudia Larchers Ausstellung nichts vom titelgebenden Kollaps zu erkennen, kein Zusammenbruch, kein Einsturz, keine Zerstörung. Doch egal ob als Video, gerahmte Montage oder als Wandinstallation – ihre Raumgefüge haben die konkrete und dabei höchst irreale Qualität von Träumen.
Sie bilden nicht den Einsturz konkreter Bauten ab, sondern stehen für den Zusammenbruch modernistischer Architekturparadigmen. Damit erinnern sie an Piranesis Architekturphantasien der „Carceri“ (1750 und 1761).
Diese übersteigerten die Bauformen der Antike ins Monumentale und ließen zentralperspektivische Kompositionsprinzipien hinter sich, zugunsten solcher, die aus der Bühnenbildgestaltung stammten, um im Rückgriff auf antike Architektur das zeitgenössische Bauen zu beleuchten.
Larchers komplexe Raumgefüge besitzen ebenfalls keinen einheitlichen Blickpunkt vor dem Bild. Vielmehr fallen mehrere Bilder, Räume und Zeiten in eins. Die so gebauten Heterotopien können als Hinweis darauf verstanden werden, dass eine ungebrochene Fortführung modernistischer Denkweisen nicht mehr sinnvoll ist.
Oder um es mit den Einstürzenden Neubauten zu sagen: „wir sind die neuen goldenen horden. diesmal ohne dschingis khan. bis zum kollaps nicht viel zeit.“
Text fragment: Gudrun Ratzinger 2018

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