Fotografie Raum mit zwei Installationen

Facing Gaïa: Radenko Milak + Roman Uranjek

Die Erde bebt. Die Temperaturen steigen sprunghaft an. Wirbelstürme, Taifune und Zyklone brauen sich zusammen, fegen durch Städte und Häuser und lassen diese als Ruinen zurück. Die Wasserpegel steigen und fluten Ackerbauland, wenn nicht gar ganze Länder. Verdorrte Ur- und Kulturwälder fangen Feuer und werden zu Asche. Ewige Gletscher und das Polareis schmelzen und brechen, begleitet von ohrenbetäubendem Lärm. Wüsten dehnen sich unaufhaltsam aus. Feuchtgebiete vertrocknen. Tierarten sterben zu Tausenden aus. Was wir als Erderwärmung oder Klimawandel bezeichnen, fegt über die Erde wie ein Zeitalter der Hölle. Obwohl einige es leugnen, besteht kein Zweifel mehr: der Mensch ist die Ursache dieser Katastrophen.

In der Ausstellung "Facing Gaia" zeigen Radenko Milak und Roman Uranjek neue Arbeiten. Der Titel der Ausstellung stammt vom jüngsten Buch Kampf um Gaia - Acht Vorträge über das neue Klimaregime (2017) des Philosophen und Wissenschaftssoziologen Bruno Latour.

Die globale Erwärmung bringt durch ihr Ausmaß die Künstler dazu, paradoxerweise wieder in Geschichte zu investieren. Die Ausstellung erstreckt sich daher über drei Zeiten und drei Räume:

Dates for a Subjective Timeline of the Climate Change besteht aus ungefähr 30 Werken, darunter auch Gemeinschaftswerke, die Radenko Milaks unverwechselbare Schwarz-Weiß-Aquarelle Roman Uranjeks Kreuzmotivcollagen gegenüberstellen. Jede der Arbeiten bezieht sich auf bedeutende historische Ereignisse, welche die Beziehung zwischen den Humanwissenschaften und dem Klima widerspiegeln. Diese sind einer Installation gegenübergestellt, die von den Covern des TIME-Magazins angeregt wurde und sich den Herausforderungen der globalen Erwärmung von den 1970er Jahren bis heute widmet.

Die Dreikanal-Projektion From the Far Side of the Moon mit Originalmusik von Gaël Rakotondrabe zeigt Landschaftsabschnitte, in denen die natürlichen Bewegungen von Wasser, Luft, Rauch, Pflanzen oder Lebewesen ineinander fließen. Andere Aufnahmen präsentieren Menschen und die mechanischen Rhythmen von Maschinen. Fragmente eines Interviews mit Robert Oppenheimer unterstützen die zugrundeliegende dramatische Komposition bis hin zum düsteren, poetischen Höhepunkt.

Orbis Terrarum sive Sphaere sive Deus sive Natura ist ein riesiges, installatives Polyptychon von Radenko Milak, das sich auf Bruno Latours Vortrag Das Anthropozän und die Zerstörung des Globus bezieht, der von Peter Sloterdijks Sphärologie inspiriert war. Radenko Milaks Polyptychon kann trotz der Verwendung mehrerer Quellen als ein einzelnes Bild, als einzelne Landschaft gelesen werden. Durch die perspektivische Umkehrung der Weltkarte - Süden oben, Norden unten - und durch Vermischen der Ekliptik, der Horizontlinien, der Atmosphären sowie der Stadtlandschaften lässt er ein Gefühl von Fremdartigkeit entstehen. (zit. n. Christopher Yggdre, Paris 2018)



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