Joe Scanlan: New Tricks, New Schemes

Joe Scanlans fünfte Einzelausstellung "New Tricks, New Schemes" stellt zwei auf den ersten Blick entgegengesetzt erscheinende Ansprüche einander gegenüber: formellen Dekor und Produktdesign. Was diese beiden Konzepte für Scanlan verbindet, ist, dass sie auf Täuschung setzen um zu funktionieren – ob nun als Objekte, die ästhetischen Genuss generieren oder als solche, die einen praktischen wirtschaftlichen Bedarf thematisieren.

Im Begleittext zur Ausstellung bezeichnet Scanlan seine Arbeit als Täuschungskunst (deceptual art). In der Täuschungskunst ist das Erscheinungsbild oder die Fiktion der wichtigste Aspekt der Arbeit. Scanlans Gebrauch einer täuschenden Form von Kunst bedeutet, dass sämtliche Planungsarbeiten und Entscheidungen in die Fiktion des Kunstwerks selbst einfließen. Die Täuschung wird zu einer Maschine, die die Kunst erzeugt. Diese Art von Kunst ist nicht theoretisch oder eine Veranschaulichung von Theorien; sie ist improvisatorisch, sie lässt sich auf alle Arten von theatralischen Prozessen ein und hat keine Absicht. Sie hängt stark von den Fähigkeiten des Künstlers als Handwerker ab. Das Ziel des Künstlers, der sich mit Täuschungskunst beschäftigt, besteht darin, seine Arbeit für den Betrachter allumfassend zu machen. Daher ist es für gewöhnlich die Absicht des Künstlers, dass seine Kunst fesselt. Es gibt jedoch keinen Grund zur Annahme, dass der Täuschungskünstler (deceptual artist) darauf aus ist, die Betrachter auszutricksen. Es ist lediglich die Erwartung von Wahrhaftigkeit oder Transparenz, die Betrachter davon abhalten könnte, diese Kunst wahrzunehmen.
 

Aktuelle Termine

  • Fr. 20. Apr 2018, 11:00 - 18:00
  • Sa. 21. Apr 2018, 11:00 - 16:00