Rausch. Laute

Am Ende des Tages bilden Laute als Erfassung von Gehörtem und Gelesenem die Angehensweise für eine malerische Decodierung.

Der Versuch einer Einordnung: Wesentliche Sätze und bedeutungsleere Worte werden festgehalten. Die Zersetzung von Sinn und Sprache wird zu bildhafter Poetik.

In Bezug zum tränenförmigen Instrument, das die gleichnamige Bezeichnung Laute trägt, siedeln sich die Werke zwischen Gehörtem, Lärm, Melodie, Klang und Wortlaut an.

Die Anfertigung der Überschreibungen besteht als fortwährende Analyse von Beziehungen, die sich zwischen subjektiver Wahrheit, Wirklichkeit und Unverstand anordnen.

Die Ausführung der Textüberlagerungen steht im Widerspruch zur neuzeitlichen roboterhaften Text- und Sprachform. Als Materialisierung von Zeit, der Darstellung des Verlaufs von Zeit und gleichermaßen Zeitlosigkeit entsteht so ein Dokument persönlicher Aufarbeitung.

Die Bilder arbeiten den Bedeutungsgehalt von sprachlichen Ausdrücken auf, die das menschliche Denken prägen und die Art unseres Handelns maßgeblich beeinflussen.

Es bleibt die Abhandlung eines unlesbaren Textes, der über die Ohnmacht der Sprache reflektiert und  übers Stottern bis hin zum Aufschrei führt.

Die Unfarbe Gold verweist auf die Endlosigkeit.

Veranstaltungsort

Georg Kargl Fine Arts

Georg Kargl Box
Schleifmühlgasse 5
1040 Wien

Aktuelle Termine

  • Mi. 22. Nov 2017, 13:00 - 19:00
  • Do. 23. Nov 2017, 13:00 - 19:00
  • Fr. 24. Nov 2017, 13:00 - 19:00
  • Sa. 25. Nov 2017, 11:00 - 16:00
  • Mi. 29. Nov 2017, 13:00 - 19:00
  • Do. 30. Nov 2017, 13:00 - 19:00