Theater an der Wien

Die Ring-Trilogie: Hagen / Siegfried / Brünnhilde

Musik und Text von Richard Wagner (1848-74)

In einer Fassung von Tatjana Gürbaca, Bettina Auer und Constantin Trinks

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Sein Opus magnum, die Ring-Tetralogie, hat Richard Wagner ganze 26 Jahre seines Lebens beschäftigt, gemartert und enthusiasmiert: Vom ersten Entwurf eines Siegfried-Dramas mit dem Titel Siegfrieds Tod im Revolutionsjahr 1848 bis zur Vollendung der Götterdämmerung -Partitur 1874 verging – wenn auch mit beträchtlichen Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert. Wagner hat seine Nibelungen-Erzählung also kurioserweise vom Ende her begonnen, dem dann immer mehr notwendige Vorgeschichte bis hin zum Rheingold zugewachsen ist. Kein Wunder, dass bei dieser lang wierigen, mäandernden Entstehung Sprünge, Brüche und Lücken im komplexen Handlungsgewebe auftauchen, die viel Raum für Interpretation lassen. Der Ring ist Weltendrama, Menschheitsgeschichte und Kapitalismuskritik; er erzählt von Machthunger und Machtmissbrauch, von Geldgier, Zerstörungslust und vom ewigen Kreislauf der Gewalt sowie nicht zuletzt von einer Familientragödie, welche die Geschichte dreier Generationen umspannt.

Die Ring-Trilogie , die eigens für das Theater an der Wien entwickelt wurde, geht der Frage nach, wie Handeln und Schuld der Großvätergeneration, sprich Wotan und Alberich, das Leben der folgenden Generationen – auf politischer wie privater Ebene – bestimmt; wie die Jüngeren den Folgen dieser Taten nicht entkommen, auch wenn sie sich verzweifelt dagegen stemmen und aufbegehren; wie sie sich umso mehr verstricken, je mehr sie kämpfen. Deshalb wagt diese Ring-Version etwas völlig Neues: Um die Geschichte des Rings aus der Perspektive der Jüngeren zu erzählen, so dass Hagen, Siegfried und Brünnhilde ins Zentrum rücken, wurden einige Szenen gestrichen und andere Teile des Rings neu zusammengesetzt. Jeder Abend beginnt – wie ursprünglich bei Wagner selbst – mit der finalen Katastrophe, dem Mord an Siegfried, um anschließend in die Erinnerungen der verschiedenen Figuren einzutauchen.

Neuproduktion des Theater an der Wien – Uraufführung

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Regie: Tatjana Gürbaca
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Barbara Drosihn
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie: Bettina Auer

Arnold Schoenberg Chor
ORF Radio-Symphonieorchester Wien

1., 7., 17., 29. Dezember 2017, 19.00
HAGEN
Musik aus Richard Wagners Das Rheingold & Götterdämmerung
Hagen: Samuel Youn
Siegfried: Daniel Brenna
Brünnhilde: Ingela Brimberg
Wotan: Aris Argiris
Alberich: Martin Winkler
Mime: Marcel Beekman
Loge: Michael J. Scott
Gutrune: Liene Kinča
Gunther: Karoly Szemeredy
Woglinde: Mirella Hagen
Wellgunde: Raehann Bryce-Davis
Flosshilde: Ann-Beth Solvang

2., 9., 18., 30. Dezember 2017, 18.30
SIEGFRIED
Musik aus Richard Wagners Siegfried & Die Walküre
Siegfried: Daniel Brenna
Sieglinde: Liene Kinča
Siegmund: Daniel Johansson
Brünnhilde: Ingela Brimberg
Wotan: Aris Argiris
Hunding: Stefan Kocan
Mime: Marcel Beekman
Fafner: Stefan Kocan
Waldvogel: Mirella Hagen

3., 10., 19., 31. Dezember 2017, 18.30
BRÜNNHILDE
Musik aus Richard Wagners Die Walküre & Götterdämmerung
Brünnhilde: Ingela Brimberg
Wotan: Aris Argiris
Siegfried: Daniel Brenna
Hagen: Samuel Youn
Gutrune: Liene Kinča
Gunther: Karoly Szemeredy
Waltraute: Ann-Beth Solvang
Woglinde: Mirella Hagen
Wellgunde: Raehann Bryce-Davis
Flosshilde: Ann-Beth Solvang

Schriftliche Bestellungen werden jederzeit entgegengenommen.
Am 15. Juni 2017 um 10.00 Uhr beginnt der Einzelkarten-Vorverkauf für die Vorstellungen bis 31. Dezember 2017 an den Vorverkaufsstellen (Tageskasse Theater an der Wien, Wien-Ticket Pavillon) sowie telefonisch bei Wien-Ticket unter +43 1 58885.
Der Vorverkauf für die Vorstellungen ab 1. Jänner 2018 beginnt am 1. September 2017 um 10.00 Uhr.
Im Onlineshop beginnt der Einzelkarten-Vorverkauf jeweils einen Tag später.

Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien

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