Gabriele Senn Galerie

Kerstin von Gabain

Die Ausstellung zeigt Kerstin von Gabains Wachs- und Gipsskulpturkonstellationen aus Gemüse, Früchten und Körperteilen. Aufbauend auf früheren Arbeiten wird in ­­­der Ausstellung untersucht wie von Gabain über den freien Raum zwischen Objekten und ihrer Darstellung, der Entwicklung und dem Austausch zwischen den in ihrem Oeuvre wiederkehrenden und zugrundeliegenden Elementen und Prozessen der Bildhauerkunst und Fotografie denkt und damit spielt. Die Knochenquerschnitte wurden von ihren Armen und Beinen abgeformt und durch Schleifen so ausgehöhlt, dass es Knochenmark ähnelt. Im Gegensatz zu den verwesenden Fleischskulpturen von Paul Thek sind von Gabains Objekte jedoch abstrakt und bonbonfarben. Die Stücke sind handgemacht, und doch von einer entschiedenen Perfektion, subversiv frisch und unmittelbar. Durch ihre Vermittlung als postkartengroße Fotos dienen sie als Momento mori, die aufdringlich in ihrer Unendlichkeit sind und, dennoch auf ein zu geringes Wissen, eine zu kurze Lebensdauer hinweisen. Die Objekte ruhen auf Sockeln aus pink laminiertem oder angemaltem Beton, Acrylglas oder MDF, die ihre ästhetische und konzeptuelle Unbeständigkeit weiter einander gegenüberstellen und sie auch daher zum Konsum ungeeignet machen; ihre exzentrische Verbindung zueinander weist auf die Biopolitik des Züchtens, die Regulierung in Richtung Konsumententum sowie das kollektive Unbekannte unserer Zivilisation hin.

Aktuelle Termine

  • Di. 25. Apr 2017, 11:00 - 18:00
  • Mi. 26. Apr 2017, 11:00 - 18:00
  • Do. 27. Apr 2017, 11:00 - 18:00
  • Fr. 28. Apr 2017, 11:00 - 18:00
  • Sa. 29. Apr 2017, 11:00 - 16:00