Ludwig Wittgenstein in 1919

Ludwig Wittgenstein: die Tractatus Odyssee

Ludwig Wittgensteins persönliche und philosophische Reise von 1912-1924 wird durch Multimedia, Fotos und Briefe beleuchtet, vor der Kulisse einer der dramatischsten Epochen der europäischen Geschichte.

Wittgenstein war Sohn eines der bedeutendsten Großunternehmer und Kunstmäzenen der Habsburger-Monarchie. Die Kultur von Wien um 1900 hatte einen lebenslangen Einfluss auf ihn. Nach seinem Ingenieurstudium in Manchester wechselte Wittgenstein nach Cambridge und zur Philosophie und wurde Schüler und enger Freund von Bertrand Russell. 1913 verließ er die akademische Welt und die Wiener Gesellschaft und zog sich auf den Sognje Fjord in Norwegen zurück, um sich ungestört auf seine Arbeit über die Natur des logischen Satzes zu konzentrieren. Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges spendete Wittgenstein eine große Summe an österreichische Künstler, wobei seine einzige persönliche Wahl Rainer Maria Rilke betraf (der Rest wurde unter Adolf Loos, Georg Trakl, Oskar Kokoschka u.a. verteilt). Wittgenstein war einer der ersten, die sich freiwillig an die Frontmeldeten. Die Kriegserfahrung brachte ihn Tolstois christlichem Denken nahe. Der tödliche Unfall von David Pinsent, dem ihm damals nahestehendsten Freund, war ein schwerer Schlag. Von seinem Tod erschüttert, widmete er den Tractatus seinem Andenken. Im Herbst 1918 geriet Wittgenstein in italienische Kriegsgefangenschaft.

Der Krieg veränderte Wittgenstein völlig – als Mensch und als Denker. Zurück in Wien, gab er 1919 sein riesiges Erbe auf und war entschlossen, die Philosophie aufzugeben, um ein asketisches, „anständiges“ Leben zu führen. Während er vergeblich nach einem Verleger für sein Werk suchte, zog er sich nach Niederösterreich zurück, um als Haupt- und Volksschullehrer zu arbeiten. Der Tractatus wurde endlich 1922 mit Bertrand Russells Hilfe in England veröffentlicht und erlangte sehr rasch Berühmtheit. Er übte auf verschiedenen philosophische Schulen, insbesondere aber den Wiener Kreis, einen großen Einfluss aus.

Nachgezeichnet wird die vielstufige Genese des Werkes 100 Jahre nach seiner Entstehung, sowie seine Wirkung auf die Kulturgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts – wie etwa auf John Cages Musik oder auf das literarische Werk von Thomas Bernhard und Ingeborg Bachmann.

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