Clara Ianni

Weiterleben | In anderen Worten über Leben?

Kurator_innen: Delal Isci und Thiago de Paula Souza
Künstler_innen: Thomas Ender, Em’kal Eyongakpa, Lorenz Helfer, Clara Ianni & Clara Ianni in Zusammenarbeit mit Débora Maria da Silva, Monira Al Qadiri, Juliana dos Santos u. a.

Das Ausstellungs- und Rechercheprojekt Weiterleben | In anderen Worten über Leben? erprobt in Anlehnung an Jacques Derridas Essay Überleben (engl. Living On: Borderlines) eine intertextuelle Übersetzung von geographisch scheinbar disparat gerandeten Narrativen zu Ereignissen nach dem Ende der lokalen Geschichtsschreibung/Zeitgeschichte. Landschaftsansichten aus Brasilien, Obermesopotamien, Österreich, Kuwait und der afrikanischen Diaspora veranschaulichen im semiotischen wie architektonischen Raum Strategien und Ökologiebewegungen der lokalen Bevölkerung, die über die liminale Aufhebung von Leben hinaus fortbesteht. Eine lang angekündigte Apokalypse, die nicht einzutreten vermag. Mit dem Anthropozän wurde ein Begriff für eine neue geochronologische Epoche geprägt, der einen Zeitabschnitt umfassen soll, in dem der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde geworden ist. In drei Kapiteln nähert sich die Ausstellung aus der Sicht der kritischen (native, horizontal, anarchist) Anthropology diesem Themenfeld an, aktiviert afrofuturistische, feministische, literarische und medienarchäologische Bilder und betont die ökonomischen, sozialen und historischen Aspekte von Narrativen zum Ende der Welt. Wie leben Erfahrungen, Bilder und Menschen am Ende einer von ihnen als Ende der Zeit empfundenen Geschichte weiter? Gibt es außerhalb der kontrollierten Geschichtsschreibung Möglichkeiten des Ausdrucks, die es erlauben, auch außerhalb und über solche historischen Ereignisse hinaus zu bestehen? Die künstlerischen Positionen der Ausstellung behandeln Erinnerung an Genozid, Massaker und Entortung, sowie die damit einhergehende Ökonomisierung und Erfahrung von Landschaft/Natur. Mit Thomas Enders Aquarellen aus Brasilien, sowie indigener materieller Kultur als ästhetische Produktion und den dialogisch ins Gespräch gesetzten Arbeiten der Künstler_innen, werden historische Kontinuitäten zwischen Kolonialismus als Projekt der Moderne und dessen Fortführung im Zuge von Klima- und Umweltpolitik im Globalen Süden, im Sinne von Bruno Latours Konzept der Diplomacy, gezeigt.

Veranstaltungsort

Akademie der bildenden Künste

xhibit
Schillerplatz 3
1010 Wien

Aktuelle Termine

  • So. 11. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Di. 13. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Mi. 14. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Do. 15. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Fr. 16. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Sa. 17. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • So. 18. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Di. 20. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Mi. 21. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Do. 22. Dez 2016, 10:00 - 18:00
Alle Daten

Alle Termine

Dezember

  • Fr. 23. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Mo. 26. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Di. 27. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Mi. 28. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Do. 29. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Fr. 30. Dez 2016, 10:00 - 18:00
  • Sa. 31. Dez 2016, 10:00 - 18:00

Januar 2017

  • Mo. 02. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • Di. 03. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • Mi. 04. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • Do. 05. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • Fr. 06. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • Sa. 07. Jan 2017, 10:00 - 18:00
  • So. 08. Jan 2017, 10:00 - 18:00