Konzerthaus, Grosser Saal

Mariza: „Mundo“

Mariza, Gesang
José Manuel Neto, Portugiesische Gitarre
Yami, Bassgitarre
Pedro Jóia, Gitarre
Vicky Marques, Schlagzeug, Percussion

Von dunklen Tavernen in legendären Stadtvierteln Lissabons wie Alfama oder Mouraria, wo Sängerinnen und Sänger bei Rotwein und Kerzenlicht zur Gitarre ihren wehmütigen Gesang anstimmten und das Publikum andächtig lauschte, hat es der Fado heute bis in die großen Konzertsäle der weiten Welt geschafft. Das ist u. a. Fadistas wie Mariza zu verdanken, die meint, sie könne sich zwar nicht mehr an ihr erstes Spielzeug erinnern, sehr wohl aber an ihr erstes Fado-Lied. Die ursprünglich in Moçambique geborene Marisa dos Reis Nunes, wie sie mit ganzem Namen heißt, sang im Alter von fünf Jahren bereits in dem Fado-Lokal, das ihre Eltern in Lissabon eröffnet hatten. Der sehnsuchtsvolle Fado-Gesang galt am Beginn ihrer Karriere als verstaubt, als Erinnerung an Portugals diktatorische Zeit. Marizas erste CD aus dem Jahr 2002, mit der sie der alten Tradition zwar verbunden blieb, sie jedoch gleichzeitig erneuerte, holte dann jedoch in Portugal mehrfach Platin und begeisterte Junge wie Traditionalisten gleichermaßen. Angereichert mit Elementen südamerikanischer, spanischer und afrikanischer Musik spricht aus dem Gesang der Fado-Queen Mariza stets die portugiesische «saudade», eine Art sehnsüchtige Melancholie, die der Musik ihre unverwechselbare Magie verleiht.

Veranstaltungsort

Wiener Konzerthaus

Grosser Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien

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  • Di. 18. Apr 2017, 19:30