Wiener Staatsoper

Turandot

Inszenierung Marco Arturo Marelli

»Turandot« ist Giacomo Puccinis letzte Oper – ein Werk, das er nicht mehr vollenden konnte und das 1926, erstzwei Jahre nach seinem Tod, von Arturo Toscanini ander Mailänder Scala uraufgeführt wurde. Die Geschichte von einer männermordenden chinesischen Prinzessinfand in der Kulturgeschichte vielfache Bearbeitung, abererst Puccinis Fassung verschaffte dem Sujet dauerhaftAufnahme ins Repertoire. Dabei trieb der Komponistden alten Sagenstoff weit ins Psychologische und schuf Figuren von verstörender Mehrdeutigkeit. In PuccinisFassung ist es die Vergewaltigung einer Ahnin, die die»eisumgürtete« Prinzessin Turandot rächt: Sie stellt den sie begehrenden Männern unlösbare Rätsel und lässtdie versagenden Freier hinrichten. Nur dem PrinzenCalaf gelingt es, sowohl auf intellektueller als auch aufemotionaler Ebene, Turandot zu besiegen: Er löst dieRätsel und gewinnt ihre Liebe. Dass es dabei auch umeine höchstpersönliche Auseinandersetzung Puccinismit den Themen Liebe und Tod ging, zeigt RegisseurMarco Arturo Marelli, indem er in seiner Inszenierungden Komponisten selbst die Bühne betreten lässt. MitCalafs »Nessun dorma« schuf Puccini darüber hinauseine der bekanntesten Arien der Musikgeschichte, diewie keine andere auch jenseits des Opernbetriebs gesun-gen und rezipiert wird. In der aktuellen Aufführungs-serie, die der italienische Dirigent Giampaolo Bisantileitet, singt Fabio Sartori erstmals den Calaf, AnnaPirozzi kehrt nach ihrer Abigaille als Turandot ans Haus zurück.

Veranstaltungsort

Wiener Staatsoper

Opernring 2
1010 Wien
Karte

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