Wiener Staatsoper

Rigoletto

Inszenierung: Pierre Audi

»Es gibt kein richtiges Leben im falschen«, lautet einer der bekanntesten Sätze Adornos. Präzise trifft er aufVerdis »Rigoletto« zu: Als Mitläufer des leichtfertigenHerzogs wird der Hofnarr Rigoletto zum Täter und ver-sucht gleichzeitig, seine Tochter Gilda vor der sie umge-benden Welt abzuschirmen. Doch umsonst: Das Lavieren endet in einer Katastrophe, Gilda wird entführt, verführt und opfert schließlich für den haltlosen Herzog ihrLeben. Verdi gelang mit seiner Adaption von VictorHugos Skandalstück »Der König amüsiert sich«, dasnach einmaliger Aufführung in Frankreich ein halbesJahrhundert verboten war, einer seiner bezwingendsten musiktheatralischen Entwürfe. Besondere Popularitäterlangte die Canzone des Herzogs »Oh, wie so trüge-risch«, die uns auch außerhalb des Opern-Kontextesund bis in die Niederungen der Fernsehwerbung hinein geläufig ist. Wobei auch dieser Ohrwurm ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Meisterschaft des Musik-dramatikers Verdi liefert: Denn gerade dieser scheinbarheiterste Moment wird durch finsterste Farben grun-diert. Im anschließenden berühmten Quartett des vierten Aktes hebt sich der leichtsinnige Flirt des Herzogs mitder verführerischen Maddalena vom Schmerz der betro-genen Gilda und dem Hass ihres Vaters ab. Der US-ameri-kanische Bassbariton Quinn Kelsey wird als Rigolettoin einer seiner Paraderollen sein Staatsopern-Debütgeben, Nina Minasyan singt als Gilda ebenfalls erstmals im Haus am Ring.

Veranstaltungsort

Wiener Staatsoper

Opernring 2
1010 Wien
Karte

Aktuelle Termine

  • So. 21. Mär 2021
  • Mi. 24. Mär 2021
  • Sa. 27. Mär 2021
  • Di. 30. Mär 2021