Wiener Staatsoper

Nabucco

Inszenierung: Günter Krämer

Mit »Nabucco« gelang Verdi 1842 nicht nur der Durch-bruch, es war auch sein erstes Bühnenwerk, das bereits ein Jahr nach der Mailänder Weltpremiere in Wien zur Aufführung gelangte – unter persönlicher Leitung des Komponisten. Ins permanente Repertoire der Wiener Staatsoper fand »Nabucco« dennoch erst 2001. Doch seither zählt das Stück um die Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar und die Verschleppung der Juden ins babylonische Exil auch an diesem Haus zu Verdis am häufigsten gezeigten Opern. Die Popularität ist nicht allein dem berühmten Gefangenen-Chor, sondern auch den monumentalen Gestalten des größenwahn-sinnigen Gewaltherrschers und seiner erotisch frust-rierten und umso machtbesesseneren Stieftochter Abigaille geschuldet. Mit dieser melodisch und rhyth-misch mitreißenden Partitur trat der junge Verdi das Erbe seiner Vorgänger Rossini, Bellini und Donizetti an. Neben Simon Boccanegra zählt Nabucco zu den wichtigen Partien Plácido Domingos, die er seit seinem Fachwechsel weltweit interpretiert. An seiner Seite debütieren drei junge, international gefragte Sänger: Anna Pirozzi singt nach Salzburg und München erstmals auch hier die Abigaille, der italienische Bass Riccardo Zanellato stellt sich als Zaccaria dem Staatsopern-Pub-likum vor, und Freddie De Tommaso gibt nach dem Pinkerton im September seinen ersten Wiener Ismaele.

Aktuelle Termine

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  • Do. 28. Jan 2021