Wiener Staatsoper

La Cenerentola

Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf

Die Liste der »Aschenbrödel«-Bearbeitungen ist lang – kein Wunder, ließen sich durch die Geschichte der unglücklichen Stieftochter, die letztendlich ein Happy End erleben darf, doch Generationen von Zuschauern rühren. Warum? Vielleicht weniger aufgrund der »Ret-tung« durch den vermögenden Prinzen als durch die finale Bestätigung, dass Güte und ein reines Herz alle Widrigkeiten besiegen können. Gioachino Rossini säku-larisierte die märchenhaft-übernatürlichen Momente des Stoffes und durchsetzte das französische Rührstück, das ihm als Vorlage diente, mit sozialkritischen Elementen aus der Tradition der Opera buffa. Seine »Cenerentola« wurde so zur modernen Nacherzählung eines bekannten, alten Märchenstoffes, dessen Helden sich in den Untie-fen, Ungerechtigkeiten und Absurditäten einer entzau-berten Gegenwart bewähren müssen. Musikalisch schuf er eine sogenannte »Semiseria«, also eine halbernste Oper, in der er seine brillante Buffokunst mit sentimen-talen und gelegentlich sogar tragischen Tönen durch-mischt. In der aktuellen Aufführungsserie der Insze-nierung Sven-Eric Bechtolfs, der die Handlung in das fiktive und spleenige Mini-Königreich San Sogno verlagert, gestaltet Marianne Crebassa erstmals die Titel partie.

Aktuelle Termine

  • Fr. 19. Feb 2021
  • Mo. 22. Feb 2021
  • Do. 25. Feb 2021
  • So. 28. Feb 2021