Wiener Konzerthaus

Wurstaufschnitt

Außenansicht des Kabaretts Kulisse mit der Eingangstüre, darüber der Schriftzug Kulisse, der mit Scheinwerfern beleuchtet wird
© Kulisse Außenansicht / Christopher Glanzl
Außenansicht des Kabaretts Kulisse mit der Eingangstüre, darüber der Schriftzug Kulisse, der mit Scheinwerfern beleuchtet wird

Als Lionel 14 Jahre alt war, hatte er einen Traum: In seinem Tagebuch offenbarte er, dass er in die Fußstapfen von Britney Spears treten und ein Popstar werden möchte. Doch auf seinem Weg, die großen Stadien dieser Welt zu besingen, begegnete er einigen Hürden: Sein selbst diagnostiziertes Imposter-Syndrom, sein eingebildetes Gesangstalent und vor allem: seine Mutter.

Lionels konservativ-japanische Mutter nimmt wohl die prominenteste Rolle in seinem Kabarett Debüt ein, denn sie war es, die ihm verbot, Gesangsunterricht zu nehmen, obwohl sie selbst eine professionell ausgebildete Operettensängerin ist. Stattdessen steckte sie ihn in die ortsansässige Musikschule und redete ihm ein, die Querflöte zu erlernen. Ebenso erwartete sie, dass Lionel eine Diplomaten-Karriere einschlägt, denn das oberste Gebot eines japanischen Kindes ist es, einen ehrenhaften Beruf auszuüben. Dass Lionel während seiner queeren Selbstfindung auch noch draufkommt, dass er eigentlich lieber Gogo-Boy werden möchte, verschweigt er seiner Mutter naturgemäß.

In seinem Kabarett-Debüt gibt Lionel Koller, alias Wurstaufschnitt, intime Einblicke in seine Jugend. Dabei greift er auf eine gehörige Portion Selbstironie, einige Tanzeinlagen und politische Rollenspiele zurück.

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  • Do. 30. Mai 2024, 20:00