Wiener Staatsoper

Der fliegende Holländer

Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Christine Mielitz

Die Geschichte vom fliegenden Holländer geht auf Motive aus uralten, über die ganze Welt verbreiteten Seemannssagen zurück, wie die vom Totenschiff, vom Geister-, Gespenster- oder Höllenschiff. Das Kernmotiv ist jedes Mal der Fluch des ewigen Segelns für einen schuldig gewordenen Kapitän. Ihre besondere Ausprägung mit dem sogenannten fliegenden Holländer im Mittelpunkt erfuhr die Sage zu Zeiten der ersten Kapumsegelung am Ende des 15. Jahrhunderts, und sie erlebte ihre literarische Blütezeit im 19. Jahrhundert. Im Altertum war die »unfromme Weltneugier« eine Todsünde, und das Nichtüberschreiten bestimmter mythischer Grenzorte galt als notwendige menschliche Selbstbeschränkung. Denn Erkenntnisbegierde und Entdeckerfreude gingen von jeher mit Besitz- und Herrschaftsstreben einher und trugen den Widerspruch der Zerstörung der Natur und des Menschen in sich. Der Fluch trifft den fliegenden Holländer als kühnen, weltneugierigen Menschen der Neuzeit, der gegen göttliche Gebote, Naturgesetze und Moralvorschriften frei handelt. Das wirft die – bis heute gültige – Frage auf, wie weit sich der Mensch ungestraft in der Welt vorwagen darf und welches im Überschreitungsfall seine Strafe ist.

Veranstaltungsort

Wiener Staatsoper

Opernring 2
1010 Wien
Karte

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