Wiener Staatsoper

Manon

Inszenierung: Andrei Serban

Mit der Uraufführung der »Manon« konnte Jules Massenet 1884 den wahrscheinlich größten Triumph seiner Kom-ponisten-Laufbahn feiern – sowohl in Frankreich als auch außerhalb seines Heimatlandes. Was das Publikum von Anfang an beeindruckte, war die Vielgestaltigkeit der musikalischen Formen und Texturen: Blitzartig wird zwischen Massenszenen und kammerspielartigen Ab- schnitten gewechselt, jede noch so knappe Szene erhält ihre eigene, facettenreich ausgearbeitete Stimmung zwischen Genremalerei, Komödie und empfindsamer Tragödie. Zugleich verstärkt Massenet im Vergleich zur Romanvorlage das Geheimnisvolle der männerbetören-den, zwischen Liebe und Luxus dahintreibenden Kind-frau Manon. Andrei Serbans Inszenierung nimmt den Rhythmus der Partitur auf und lässt mit Hilfe von Pro-jektionen üppige Bühnentotalen auf klar gezeichnete Detailaufnahmen folgen, wobei er den Bühnenraum gelegentlich auch durch den Einsatz von Spiegeln auf ungewohnt-raffinierte Weise erweitert. Nach ihrem Hausdebüt als Susanna in der »Nozze di Figaro«- Wiederaufnahme im Jänner 2021 gibt die britische Sop-ranistin Louise Alder ihre erste Wiener Manon Lescaut, als ihr Bühnengeliebter Chevalier Des Grieux debütiert der amerikanische Tenor Michael Fabiano. In der Partie des zwielichtigen Lescaut ist einmal mehr Publikums-liebling Adrian Eröd zu erleben.

Veranstaltungsort

Wiener Staatsoper

Opernring 2
1010 Wien
Karte

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