Wiener Staatsoper

Roméo et Juliette

Inszenierung Jürgen Flimm

Von den zahlreichen Vertonungen des »Romeo und Julia« -Stoffes gehört Charles Gounods von Anfang an erfolg-reiche fünfaktige Oper zu den populärsten und zugleich feinfühligsten: Der Komponist verzichtete bewusst auf zahlreiche plakative Massenszenen, wie sie in der Grand opéra üblich waren, und stellte vielmehr vier kammer-musikalisch orchestrierte, durch Erinnerungsmotive miteinander verknüpfte lyrische Duette des Protagonis-tenpaares in den Mittelpunkt, die somit das Rückgrat der Handlung bilden. Da Gounod »Roméo et Juliette« an unterschiedlichen Pariser Opernhäusern zur Auf-führung brachte, musste er das Werk nach den jeweiligen Vorgaben der entsprechenden Bühnen mehrfach umarbeiten. An der Wiener Staatsoper – zu sehen ist die heute übliche, für die Opéra entstandene letzte Fassung von 1888 – kommt anstelle des gebauten Bühnenbildes eine auf die Musik exakt abgestimmte Lichtarchitektur zum Einsatz. Sie folgt dem musikalischen Verlauf, reagiert auf die kleinste dynamische, harmonische oder agogische Wendung, auf jede Tempoänderung, auf alle emotionalen Wandlungen und kann dadurch den Detail-reichtum der Partitur auf optische Weise nachempfinden und interpretieren.

 

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