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World Press Photo 2022

An Holzkreuze aufgehängten roten Kleider erinnern an die Kinder aus indigenen Communities, die Opfer systematischer Misshandlung durch das kanadische Schulsystem wurden.
Foto: © Kamloops Residential School - World Press Photo of the Year 2022 / Amber Bracken for The New York Times
An Holzkreuze aufgehängten roten Kleider erinnern an die Kinder aus indigenen Communities, die Opfer systematischer Misshandlung durch das kanadische Schulsystem wurden.

Ab 9. September präsentiert das WestLicht zum bereits 21. Mal die wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie.

Seit 1955 schreibt die World Press Photo Foundation, eine unabhängige Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, den international bedeutendsten Preis für Pressefotografie aus. Eine jährlich wechselnde Jury beurteilt die Einsendungen aus aller Welt. Das Ergebnis des renommierten Wettbewerbs, das jeweils als Wanderausstellung um den Globus tourt, gilt als wichtigste Leistungsschau aktueller Bildberichterstattung.

Die Auszeichnung für das World Press Photo des Jahres ging heuer an die Kanadierin Amber Bracken. Die an Holzkreuzen aufgehängten roten Kleider, die man in ihrem Bild Kamloops Residential School sieht, erinnern an die Kinder aus indigenen Communities, die Opfer systematischer Misshandlung durch das kanadische Schulsystem wurden. Zum ersten Mal in der Geschichte von World Press Photo wurde damit eine Aufnahme mit dem höchsten Preis gewürdigt, auf der keine Menschen zu sehen sind.

Das Kamloops Internat in British Columbia war Teil des kanadischen Residential School Systems, das auf die Zwangsassimilierung der indigenen Bevölkerung ausgerichtet war. In den Schulen waren indigene Sprachen verboten, Kinder waren dauerhaft und mit Gewalt von ihren Eltern getrennt und physischem Missbrauch ausgeliefert. Im Mai 2021 wurden bei der Untersuchung des Grundstücks der Kamloops School mit Bodenradar die Gräber von 215 Kindern entdeckt.

"Es ist ein Bild, das sich ins Gedächtnis einbrennt", so die Begründung der Jury. Das Foto vermittle einen "stillen Moment der globalen Abrechnung mit der Geschichte des Kolonialismus"

Veranstaltungsort

WestLicht - Schauplatz für Fotografie

Westbahnstraße 40
1070 Wien

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