Abstraktes Bild in Brauntönen mit hellen Flecken

Michaela Moscouw – aus der deponie der fotografie

"aus der deponie der fotografie" heißt die Werkschau der in Wien geborenen und dort lebenden Foto-, Video- und Installationskünstlerin Michaela Moscouw. Der Begriff „Deponie“ bezieht sich auf ihre Zugehensweise: Im Gegensatz zur Herstellung und Archivierung "wertvoller" Kunstwerke präferiert sie das Wiederverwenden und Weiterverarbeiten von Arte Povera-Materialien und älterer Fotoarbeiten. „Müllbilder“, so Moscouw, haben dieselbe Daseinsberechtigung wie „gute Bilder“. So wendet sie unorthodoxe Methoden der Bildfindung an, indem sie bewusst fehlerhaftes, kostengünstiges und leicht verfügbares Material sowie Billigapparaturen einsetzt, zufällig entstandene Flecken gerne zulässt und sich auch von der „perfekten“ Präsentation distanziert. Damit gibt sie der Hässlichkeit ein Forum.

Immer wieder hat sich Moscouw im Laufe ihrer jahrelangen künstlerischen Beschäftigung gängigen Festschreibungen und Erwartungshaltungen widersetzt, Grenzen bewusst gesucht und überschritten, auch was ihre obsessive Arbeitsweise unter oft extremen Bedingungen und häufig im öffentlichen Außenraum betrifft. Es entstanden Arbeiten, denen das Verschwinden und der Verfall inhärent ist und deren Zerstörung – vor allem in früheren Zeiten – sich für die Künstlerin scheinbar konsequent ergab. 

Veranstaltungsort

Fotogalerie Wien

Währinger Straße 59/WUK
1090 Wien
Karte

Aktuelle Termine

  • Di. 12. Nov 2019, 14:00 - 19:00
  • Mi. 13. Nov 2019, 12:00 - 19:00
  • Do. 14. Nov 2019, 12:00 - 19:00
  • Fr. 15. Nov 2019, 14:00 - 19:00
  • Sa. 16. Nov 2019, 10:00 - 14:00